Morbus Chron

Morbus Chron ist eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes bei welchem dieser vom Mund bis zum After entzündet sein kann. Überwiegend ist der untere Dünndarm mit dem Übergang zum Dickdarm betroffen.

Beim Torbus Chron sind alle Schichten der Darmwand betroffen und werden mit voranschreitender Erkrankung dicker. Aufgrund der Entzündung kann es zu Stenosen und Fisteln kommen. Fisteln sind neu entstandene Entzündungsgänge zwischen den Darmabschnitten aber auch zwischen Darm, Haut oder anderen inneren Organen. Fisteln treten häufig im Bereich des Afters vor.

Die Krankheit verläuft in Schüben, d.h. es gibt Phasen in denen kaum Beschwerden wahrgenommen werden und Phasen in denen die Symptome deutlich ausgeprägter sind. Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

In Deutschland leiden etwa 120 bis 200 von 100.000 Menschen an Morbus Chron, dabei erkranken jährlich fünf Menschen pro 100.000 Bürger. Bei Ausbruch der Krankheit sind die Patienten in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren, also relativ jung.

Ursachen

Genaue Ursachen der Erkrankung sind nicht bekannt. Fest steht aber, dass Morbus Chron erblich bedingt sein kann. Inzwischen sind über 70 Gene bekannt, die mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden.


Außerdem werden Umwelteinflüsse vermutet. Lebt man ländlich oder in der Stadt und vor allem wie sind die hygienischen Bedienungen vor Ort? Diese Faktoren stehen im Zusammenhang mit Morbus Chrom. Das Immunsystem scheint auch eine Rolle zu spielen, so wird die Krankheit durch unbekannte Bakterien oder Viren aktiviert.

Als gesicherter Risikofaktor steht Nikotin fest. Bei Rauchern ist die Wahrscheinlichkeit an Morbus Chron zu erkranken doppelt so hoch, wie bei Nichtrauchern.

Beschwerden und Symptome

Typische Beschwerden sind flüssiger Stuhl, also Durchfall und Bauchschmerzen welche über einen längeren Zeitraum anhalten. Hinzu kommen Blähungen, Fieberschübe, Übelkeit häufig in Verbindung mit Erbrechen und Bauchkrämpfe.

Der Durchfall und die Appetitlosigkeit können dazu führen, dass Gewicht verloren wird und der Betroffene sich schlapp fühlt.
Bei Kindern und Jugendlichen können zusätzlich Wachstumsstörungen auftreten.

Diagnose

Diagnostiziert wird Morbus Chron mit Hilfe von Blutuntersuchungen, Magen- oder Darmspiegelungen, Ultraschalluntersuchungen und teilweise auch Bildgebende Verfahren wie die Kernspintomographie oder die Computertomographie.

Therapie

Da die genauen Ursachen für Morbus Chron beim derzeitigen Wissenstand nicht bekannt sind und die Krankheit daher nicht heilbar ist, zielt die Therapie in erster Linie auf die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen ab.
Die Beschwerden sollen gemildert und die Entzündungen gestoppt werden. Besonders wichtig für die Behandlung ist es, herauszufinden wo genau die Entzündungsherde liegen und wie intensiv diese sind.

Zur medikamentösen Therapie müssen die allgemeinen Lebensumstände an die Krankheit angepasst und die Ernährung auf Schonkost umgestellt werden. Diese sollen die Krankheit in Remission, d.h. eine möglichst lange Ruhepause führen.

Zur medikamentösen Behandlung werden im wesentlichen Glukokortikosteroide, Immunsuppressiva und Antikörper gegen den Entzündungsstoff verabreicht. Unterschieden wird dabei zwischen Medikamenten, die einen akuten Schub abmildern und welche, die zukünftige Schübe reduzieren sollen.

Operationen können durchaus nötig werden, beispielsweise dann, wenn es zu darmverschließenden Engstellen kommt, bei Fisteln, starken Blutungen oder Abszessen.
Auch operativ lässt sich der Morbus Chron nicht heilen, daher ist es sehr wichtig möglichst wenig Darm operativ zu entfernen um dadurch entstehende Funktionsstörungen zu vermeiden.

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